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George Marie

Erotische Literatur.
Explizit, wenn es darauf ankommt.
Zurückhaltend, wo es bedeutungslos wäre.
Psychologisch konsequent.

Seite Under Costruction

Sie dachte sie hätte alles im Griff

ROMAN

Ein Roman über eine Frau, die ihre Lust nicht versteckt – ihre Rücksichtslosigkeit schon. I – Die Wienerin Seltsam, wie das Schicksal den Verlauf eines Lebens bestimmt. Rein deterministisch gesehen wäre rein gar nichts passiert – hätte sie sich nicht auf diesen reizenden Franzosen eingelassen. »Warum schickst du denn nicht deinen Bruder nach Hause?«, hatte er mit diesem charmanten französischen Akzent gefragt. Lächelnd hatte er ihre Hand genommen und sie auf die Beule in seiner Hose gezogen – ein Angebot, das sie nicht ablehnen wollte. Es war einfach jämmerlich, wie ihr Verlobter das sich abzeichnende Geschehen wortlos erduldet hatte. Sein Blick, irgendwo zwischen Kränkung und hilflosem Staunen, hatte sie eher angestachelt als gebremst. Noch auf der Toilette des Gastgebers hatte sie sich ficken lassen, rasch, heiß, rücksichtslos – genau so, wie es der Moment verlangte.

UNCUT

Ungekürzt erzählt, ohne Rücksicht auf Amazon. Eva rückte ihren schwarzen Hut zurecht. Der kleine Friedhof an den Abhängen der Côte d’Azur bot kaum Platz für die zahlreichen Gäste. Trotz der sommerlichen Wärme fröstelte es sie. In Wien waren nur Freunde und Familie erschienen. Hier stand eine verschworene Gemeinschaft. Die Trauergemeinden unterschieden sich fundamental: Dort Vorstadt – hier das Skurrilste, was Nizza zu bieten hatte. Eva hätte jeden einzelnen Mann allein an seinem Schwanz erkannt.

Regeln gelten nur für die Anderen

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ROMAN

Alles war einfach. Bis es kompliziert wurde. Wäre Klara ein Junge gewesen, hätte man es »Männerfreundschaft« genannt. Beide waren zufrieden mit dem Arrangement. Sie waren loyal. Bedingungslos. Sie lebten das typische Studentenleben – durchzechte Nächte, flüchtige Bekanntschaften, gelegentlich gemeinsame Eroberungen. Nicht selten fanden sie sich mitsamt ihren jeweiligen Errungenschaften im Bett der kleinen Studentenbude wieder. Klara, und das war unbestritten, beherrschte diese Konstellationen besser als er. Dass sie damit jede kaum begonnene Beziehung zerlegte, nahm sie in Kauf. Alle anderen waren einfach zu prüde, fand sie. »Bist du jetzt lesbisch oder nicht?«, grummelte Swen. »Auch«, entgegnete sie lakonisch – und griff nach ihm.

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UNCUT

Ungekürzt erzählt, ohne Rücksicht auf Amazon. Sie saßen in der Eden Bar. Der alte Herr hatte eingeladen, um – wie so oft – seinen Rückzug zu feiern, den längst keiner mehr ernst nahm. Vor einem Jahr hatte er Klara und kurz darauf Swen als Konzipienten angestellt. In wenigen Wochen würde Klara zum Gericht wechseln. Alle seine Überredungsversuche, sie möge doch unter seiner diskreten Leitung die Kanzlei führen, hatte sie abgewehrt. »Ich stehe für Recht und Gesetz – und nicht für ›Schwamm drüber«, hatte sie gesagt. Schräg gegenüber lächelte eine Frau – elegant, gelangweilt, offen für alles, was ihr den Abend verbessert. Klara prostete ihr zu, mit diesem Blick, der Frauen neugierig und Männer nervös machte. Swen verdrehte die Augen, der Doktor schmunzelte. »Die wäre doch was«, hauchte Klara. »Ausgezeichnete Wahl«, murmelte der Doktor – und sein Tonfall verriet, dass er sehr genau wusste, wie Klara funktionierte.

Sie wollte es nicht glauben 

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ROMAN

Ein Roman über Macht – und den Moment, in dem sie wertlos wird. Die Maschine rumpelte, als sie bei Nizza vom Golf von Lyon aufs Festland wechselte. Ein Zeichen, dachte Emma. Für einen Moment befürchtete sie, sich wieder anschnallen zu müssen. Der Pilot, vertraut mit Turbulenzen an Küstenlinien, war gnädig. Sie sah aus dem Fenster. Irgendwo unter ihr lag die Villa ihrer Mutter - genau genommen die von Carl. Dort hatte alles begonnen. Das Miststück hatte sie eiskalt ausgeliefert – ihre erste Demütigung, aber auch ihre erste Strategie. Emma lehnte sich zurück und bat die Stewardess um ein Glas Champagner. Gerade noch konnte sie Nizza erkennen, ehe sich das Flugzeug den Tessiner Alpen zuwandte. Lugano. Der nächste Abschnitt eines ohnehin schon aufregenden Lebens.

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UNCUT

Ungekürzt erzählt, ohne Rücksicht auf Amazon. »Ich habe keine Ahnung, wo Emma ist«, log Anna. »Sie hat mich lediglich gebeten, dich von diesem Käfig zu befreien – und dir auszurichten, dass es das letzte Mal ist, dass dir geholfen wird. Wenn du noch einmal so blöd bist, musst du selbst zusehen, wie du das Problem löst.« Insgeheim hatte sie beschlossen, sich diesmal nicht zurückzuhalten. Das umso mehr, als Swen mittlerweile ihren Anweisungen bereitwillig folgte. Emma hatte gute Vorarbeit geleistet. Diese Mischung aus anwaltlicher Seriosität und momentaner Hilflosigkeit hatte ihren Reiz. Dass er noch vor wenigen Wochen wie ein Macho aufgetreten war, machte seinen jetzigen Zustand umso interessanter. Sie würde sich diesmal sogar von ihm ficken lassen.

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